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Wie ich die psychologische Sicherheit in interdisziplinären Teams stärke

Als erfahrene Projektleiterin weiss ich, wie wichtig die psychologische Sicherheit im Team ist, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Insbesondere bei herausfordernden Veränderungsprojekten bin ich darauf angewiesen, verschiedene Kompetenzen einzubeziehen, Verantwortung aufzuteilen und eine Kultur zu pflegen, in welcher auch die leisen Stimmen hörbar sind.


Ziel von psychologischer Sicherheit ist, eine Umgebung zu schaffen in der sich Menschen sicher fühlen, um ihre Gedanken, Meinungen und Ideen zu teilen ohne Kritik oder Ablehung befürchten zu müssen. Fühlen sich Teammitglieder unsicher oder ängstlich, können sie Schwierigkeiten haben sich einzubringen. Dies kann zu schlechter Entscheidungsfindung, einer ineffektiven Zusammenarbeit und dem Übersehen von Bedürfnissen und Risiken führen.


Dies zu verhindern, ist insbesondere bei komplexen Projekten, Strategien oder Produktentwicklungen erfolgskritisch und wird im Zusammenhang mit #Agilität und #NewWork in der #VUCA-Welt immer wie wichtiger. Hier sind #Productowner, #Projektleitende und #Führungspersonen gefordert, über ihre Werte und innere Haltung, Vielfalt und Transparenz zu ermöglichen. Aber auch, Instrumente zu kennen, damit die Fokussierung und Lösungsorientierung nicht aus den Augen verloren gehen.


Meiner Erfahrung nach - sowie von Studien bestätigt - haben sich folgende Massnahmen zur Stärkung der psychologischen Sicherheit im Team als Wirkungsvoll erweisen:


1. Geselligkeit: Eine Studie von Shteynberg, Hirsh, Weisberg, & Reeck (2014) zeigt, dass Teambuilding-Veranstaltungen die Zusammenarbeit fördern und die Leistung verbessern können. Sie können dazu beitragen, ein Gefühl von Verbundenheit innerhalb des Teams zu schaffen und so das Vertrauen untereinander zu stärken.

2. Retrospektiven: Retrospektiven sind für viele agile Teams ein bewährtes Tool. Sie helfen Teams, ihre Arbeit zu evaluieren und gemeinsam Lösungen für Probleme zu erarbeiten. Demnach sind Teams die regelmässig Retrospektiven abhalten, besser in der Lage ihre Probleme zu erkennen, schneller zu reagieren und ihre Arbeitsprozesse kontinuierlich zu verbessern.


3. Selbstreflexion: Selbstreflexion ist ein wirkungsvolles Tool, um die psychologische Sicherheit des Einzelnen zu stärken. Eine Studie der Harvard Business School von 2017 zeigt, dass Selbstreflexion die Fähigkeit zur Selbstregulierung sowie die emotionale Intelligenz verbessern kann. Teams, die sich individuell und als Gruppe regelmässig reflektieren und darüber austauschen, können die psychologische Sicherheit stärken und so besser zusammenarbeiten.


Wenn wir es weiter fassen, geht es dabei nicht primär um die Sicherheit in der Zusammenarbeit, sondern viel mehr auch um das psychologische Wohlbefinden. Um dies zu fördern, ist es aus meiner Sicht unabdingbar, dass ein humanistisches Menschenbild vorgelebt wird. Dies geht davon aus, dass jedes Mitglied einer Gruppe den inneren Drang nach Wachstum und Wirksamkeit verspürt und entsprechend Rahmenbedingungen braucht, um wirkungsvoll zu sein. Stimmen diese Rahmenbedingungen, folgen hohes Engagement, ausgeprägte Lösungsorientierung und hohe Verantwortungsübernahme.


Wollen wir als Projektleitende und Führungspersonen sicherstellen, dass auch Fokussierung und Lösungsorientierung im Team gegeben sind, braucht es die gemeinsame Auseinandersetzung über Vision (inspirierender Zielzustand), Werte und Form der Zusammenarbeit. Diese sollten möglichst früh, möglichst partizipativ und möglichst erlebnisorientiert initialisiert werden, damit sich sowohl Engagement, Lösungsorientierung als auch Verantwortungsübernahme darauf ausrichten werden. Die Nachhaltigkeit dieser Grundlagen wird über regelmässige Reflexion und eine offene Kommunikation sichergestellt.


In der Rolle als #Coach oder #Facilitator, könnten wir hier sogar noch einen Schritt weiter gehen. Wir könnten unsere Teammitglieder über "Inner Work" tiefgehender befähigen, konstruktiv mit Emotionen und Stress umzugehen und sich authentisch zu zeigen. Inner Work erforscht eigene Glaubenssätze, Verhaltensmuster und Abwehrmechanismen. Über die Klarheit eigener Werte und eigener blinder Flecken und Vorurteile, können Hürden in der Zusammenarbeit erkannt und aufgelöst werden. Ich weiss von Unternehmen, die dies ihren Führungs-, Projekte- und Produkteteams in mehrtägigen #TeamBuildingRetreats ermöglichen. Was ich grandios finde!


In psychologische Sicherheit und psychologisches Wohlbefinden zu investieren, steht für eine Kultur des Vertrauens und der Transparenz und fördert Mut, Eigenverantwortung und Kreativität. Überdies trägt dies auch zur Verbesserung der mentalen Gesundheit der Mitarbeitenden bei, was langfristig die Produktivität und Motivation der Teammitglieder steigert und Gesundheitskosten spart.


Deswegen: let's do it!

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